Für eine bessere Gesundheit in Afrika

Als führende Gesundheitsorganisation des afrikanischen Kontinents setzen wir uns für die Verbesserung der Basisgesundheitsversorgung ein. Besondere Aufmerksamkeit kommt hierbei Frauen und Kindern zu. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, durch die Stärkung lokaler Strukturen eine bessere und nachhaltige Gesundheitsversorgung in Afrika zu ermöglichen. Die Kenntnis der lokalen Gegebenheiten und der grosse Rückhalt in der Bevölkerung sind dabei wichtige Voraussetzungen, um mit den Projekten eine langfristige Wirkung zu erzielen.

Eine Besonderheit sind die Einsätze der Amref Flying Doctors, die Visiten und Notfalleinsätze in ländlichen Krankenhäusern ermöglichen.

Infektionskrankheiten

Das Bild von Afrika als Kontinent der Seuchen, Viren und tödlichen Parasiten hält sich hartnäckig. Dabei erzielten die meisten afrikanischen Länder in den vergangenen Jahren grosse Fortschritte. Auch wir haben in den vergangenen Jahrzehnten hart daran gearbeitet: Wir haben Infektionskrankheiten eingedämmt, haben massiv Aufklärung betrieben, in Präventionsmassnahmen investiert und Gesundheitspersonal geschult. Dabei haben wir schwerpunktmässig in den Bereichen HIV/Aids und Malaria gearbeitet und tolle Erfolge erzielen können. Doch es bleibt weiter viel zu tun. Diesen (Infektions-)Krankheiten widmen wir uns derzeit vor allem: Trachom, Cholera, Tuberkulose, HIV/Aids und Malaria.

Mutter-Kind-Gesundheit

Frauen sind das Herzstück und der Motor afrikanischer Gemeinschaften. Unabhängig davon, ob es um Malariaprävention, Impfungen oder Hygieneaufklärung geht – 75 % aller Projektaktivitäten kommen Frauen und Kindern zugute. Um gegen Mütter- und Kindersterblichkeit zu kämpfen, werden ausserdem Hebammen ausgebildet. Diese sorgen nicht nur für einen sicheren Start ins Leben, sondern ermöglichen den Frauen auch ein selbstbestimmteres und gesünderes Leben – zum Beispiel durch Aufklärung über Familienplanung. Eine Hebamme kann die professionelle Betreuung von bis zu 500 Frauen jährlich sicherstellen.

Ausbildung & Aufklärung

Durch die Ausbildung von lokalem Gesundheitspersonal und Aufklärungsarbeit in ländlichen Gebieten werden die Gesundheitsstrukturen nachhaltig gestärkt. Der massive Mangel an medizinischem Personal in den ländlichen Regionen Afrikas trifft Frauen und Kinder besonders stark; zum Beispiel, wenn es zu Komplikationen während der Schwangerschaft kommt. 2 Ärzte und 9 Krankenschwestern sind in Afrika für durchschnittlich 10.000 Menschen zuständig.

Ein Missstand, dem wir durch die Ausbildung von Krankenschwestern, Gesundheitshelfern und Hebammen entgegentreten. An der Amref International University in Nairobi werden BSc- und Diplom-Studiengänge in Community Health durchgeführt. Mit der Durchführung wichtiger Impfungen, Aufklärungsarbeit in ihren Gemeinden und der Diagnose sowie Behandlung von Krankheiten können sie 70 % der Aufgaben übernehmen, die in ländlichen Gesundheitseinrichtungen geleistet werden müssen.

Wasser, Sanitär & Hygiene

Der Zugang zu sauberem Wasser ist eine grundlegende Voraussetzung für bessere Gesundheit in Afrika. Verunreinigtes Wasser überträgt eine Vielzahl von Krankheiten, wie Augeninfektionen, Darmwürmer oder Typhus. Jede Stunde sterben 115 Menschen in Afrika an Krankheiten, die durch unzureichende Hygienestandards und verunreinigtes Wasser verursacht werden. Und vermeidbar wären. Amref Health Africa führt deshalb WASH-Projekte (Water, Sanitation, Hygiene) durch, welche die Versorgung mit sauberem Wasser verbessern, die Menschen über Hygiene aufklären und Zugang zu Sanitäreinrichtungen ermöglichen.

Durch den Bau von Wasserquellen wird der Weg zur nächsten Wasserstelle deutlich verkürzt. Davon profitieren insbesondere Frauen und Kinder. Sie müssen nun nicht mehr täglich die weiten Wege zu den Wasserquellen zurücklegen und den Kindern bleibt mehr Zeit am Schulunterricht teilzunehmen.

Ernährung

Armut und Hunger sind für Millionen Menschen in den Ländern Afrikas südlich der Sahara traurige Realität. Extreme Wetterphänomene nehmen zu – der Klimawandel trifft die Ärmsten der Armen besonders hart. Die Folge sind Viehsterben und vernichtete Ernten.

Die Dürreperioden der letzten Jahre haben die Situation in vielen Teilen des Kontinents bereits zunehmend verschlechtert, Hunger und Mangelernährung sind in Ostafrika weit verbreitet. Hinzu kommen menschengemachte Probleme: Anhaltende Konflikte wie im Südsudan verhindern, dass die Bauern auf dem Land ihre Felder bestellen können. Dadurch kommt es zu Nahrungsmittelengpässen, die schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben.

Die Situation trifft Kinder oft besonders hart: Mangelerkrankungen verhindern ihre Chance auf eine gesunde körperliche Entwicklung und halten sie vom regelmässigen Schulbesuch ab. Um gut lernen zu können, müssen Kinder gesund sein. Daher ist die Unterstützung von Schulen für Amref Health Africa von zentraler Bedeutung.

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