Fluchtursachen bekämpfen

Wenn Menschen auf schwierigsten Wegen nach Europa kommen, dann tun sie das nicht, weil sie Lust auf ein Abenteuer haben. Krieg, Hunger und Perspektivenlosigkeit treiben sie auf eine gefährliche Reise. Amref Health Africa kann keine Kriege verhindern, leider. Aber wir können Perspektiven schaffen und so Fluchtursachen bekämpfen.

Amref Health Africa setzt sich seit über 60 Jahren für eine Stärkung lokaler Strukturen und eine bessere Gesundheitsversorgung in Afrika ein.

Reportage über unsere Hilfe für südsudanesische Flüchtlinge in Uganda

Das Ziel ist, die Lebensumstände so zu verbessern, dass Entwicklung aus eigener Kraft möglich wird. Und dafür ist Gesundheit die Grundvoraussetzung. Nur wer gesund ist, kann seine Zukunft gestalten. Um diese Arbeit machen zu können, sind wir auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Wo die Symptome des Elends deutlich sichtbar sind, wo emotionale Themen dominieren, da ist die öffentliche und mediale Aufmerksamkeit leicht erzeugt. Doch schnelle und einfache Lösungen gibt es beim Kampf gegen strukturelle Ursachen von Flucht nicht. Dies stellt Hilfsorganisationen, die an nachhaltigen Lösungen arbeiten, im Wettbewerb um Aufmerksamkeit vor eine grosse Herausforderung.

Dabei stellt sich die Frage der Relevanz angesichts aktueller Zahlen nicht: Laut des UN-Flüchtlingswerks sind 68,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Und nirgends sind es so viele wie in Afrika. Sie fliehen innerhalb des eigenen Landes oder in die afrikanischen Nachbarstaaten. Allein das kleine Uganda nahm 2016 mehr als eine Millionen südsudanesische Flüchtlinge auf. Mit weltweit steigenden Flüchtlingszahlen stossen auch diese Länder an ihre Grenzen. Deshalb ist es besonders wichtig, vor Ort die Strukturen zu stärken, damit Menschen nicht unter Lebensgefahr weiter in Richtung Europa fliehen müssen.

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